Nachruf Jens Bartsch


Geboren wurde Jens Bartsch am 23.10.1971 in Egeln, wo er wohlbehütet aufwuchs. Der kleine Junge interessierte sich schon sehr früh für Geflügel. Die Zucht selbiges wurde nicht nur sein Hobby, man kann schon von einer Berufung für die Zucht von Rassegeflügel sprechen und wenn schon, dann sollte es auch organisiert geschehen. Er fand den Weg zum örtlichen Rassegeflügelverein und trat diesem am 1.1.1986 bei. Ein späterer Umzug ins nahegelegene Hakeborn schaffte bessere Platzverhältnisse, wobei er aber seine alte Zuchtanlage nicht aufgab und täglich den Weg nach Egeln in Kauf nahm, um dort seine Tiere zu versorgen.

Zur Vertiefung seiner Rassenkenntnisse befasste Jens sich mit sehr vielen Rassen, natürlich nicht alle zur gleichen Zeit, sondern immer parallel mit wenigen, wofür die Platzverhältnisse sprachen. Wassergeflügel hatte bei ihm einen hohen Stellenwert, eingeschlossen auch Wasserziergeflügel. Hier präsentierte er zur MIRAMA 2009 eine sehr dekorative Schauanlage mit seinen hübschen Zierenten.

Zwergenten und Hochbrutflugenten zählten zu seiner besonderen Leidenschaft, er

war Sonderrichter für Enten. Als Kenner und Könner holte er viele Preise, aber nicht

nur mit diesen, auch Hühner, Zwerghühner und Tauben müssen hier mit eingeschlossen

werden.

Die Ausbildung zum Preisrichter schloss er 1995 erfolgreich ab und mit der Zeit hatte er sehr viele Schauverpflichtungen in der jeweiligen Ausstellungssaison. Als Preisrichter machte er sich einen Namen und wurde in der PV Sachsen-Anhalt Schulungsleiter der Gruppen A-D, Z3. Zahlreiche Anwärter hat er ausgebildet und sein fundiertes Wissen vermittelt. Auch in den Sondervereinen schätzte man ihn. Im SV Wassergeflügel Sachsen-Anhalt war Jens als Zuchtwart eingebunden und It. dessen Vorsitzenden ein hervorragender Hinweisgeber, im SV Thüringer Farbentauben Gruppe Sachsen-Anhalt, auch hier Zuchtwart, zählte man auf seinen Rat. 2019 übernahm er den Vorsitz im KV

Aschersleben-Staßfurt, war bis dahin dort der 2. Vorsitzende. Neben seinen schon

genannten Ausstellungserfolgen hatte er an Ehrungen alle Landes- und Bundesnadeln. Als er 8 Tage nach seinem 50. Geburtstag erkrankte, ahnte wohl keiner, dass es ein Abschied für immer werden soll. In den Abendstunden des 24.12.2021 war die ärztliche Kunst an Ende. Mit Jens Bartsch verlieren wir einen hervorragenden Züchter, Freund und Preisrichterkollegen. Wir trauern mit seiner Familie und werden ihn in Ehren gedenken.

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